MöBus / Verkehr

Rechnergesteuertes Beschleunigungs- und Betriebsleitsystem (RBBL) in Mönchengladbach

Für eine effiziente Betriebssteuerung ist das RBBL ein ganz wesentliches Hilfsmittel. Durch Bordrechner in den Fahrzeugen, verbunden mit einem Ortungssystem, lässt
sich der aktuelle Standort eines jeden Fahrzeugs im Bedienungsgebiet exakt feststellen.

Die Pünktlichkeit der Fahrzeuge und insbesondere die Gewährleistung von Anschlüssen wird durch ein solches System nachhaltig verbessert. Alle Standortinformationen laufen in einer zentralen Betriebsleitstelle zusammen, so dass die dort tätigen Disponenten jederzeit einen guten Überblick über das Verkehrsgeschehen haben und - z. B. bei Verspätungen - gezielt Abhilfemaßnahmen ergreifen können.

Für den Fahrgast werden die Informationen verbessert. Durch eine dynamische Fahrplaninformation erhält der Fahrgast an zentralen Haltestellen Auskunft über die tatsächlichen Abfahrtzeiten der Busse.

Neben der genannten Überwachungs- und Steuerungsfunktion soll das für MG konzipierte Leitsystem außerdem die Busse in die Lage versetzen, Lichtsignalanlagen (LSA) - wenn nötig - zu beeinflussen. Die Kenntnis über den genauen Standort eines Fahrzeugs sowie die Kenntnis über den Fahrplan und mögliche Verspätungen sind Voraussetzungen für ein gezieltes Ansteuern von LSA. Ein verspätetes Fahrzeug setzt im Zulauf auf eine LSA rechtzeitig vor Erreichen der Kreuzung Datenfunksignale an ein Kreuzungssteuergerät der betreffenden LSA ab. Die LSA wählt daraufhin ein geeignetes Steuerungsprogramm aus, um dem Bus ein zügiges Passieren der Kreuzung zu ermöglichen. Auf diese Weise können die Fahrzeiten der Busse verkürzt und dadurch auch Einsparungen bei den Wagenumläufen, d.h. bei der Anzahl der Fahrzeuge und Personal, erreicht werden.

Das RBBL-System soll so ausgelegt werden, dass auch die Fahrzeuge der KMN-Verkehrsunternehmen in Krefeld, Neuss und Viersen einbezogen werden können. Zur Ortung der Fahrzeuge soll ein Satelliten-Navigationssysem (DGPS = Differential Global Positioning System) erprobt werden.

Die Ausstattung der Fahrzeuge der NEW mobil hatte ein Investitionsvolumen von circa 5,5 Mio. € und wurde mit rund 80 % aus Bundes- und Landesmitteln gefördert. Parallel zu dieser Maßnahme wurde von der Stadt Mönchengladbach das zugehörige Aktionsprogramm ÖPNV mit Umrüstung von LSA, Bau von Bussonderfahrstreifen, Verkehrsleitrechner etc. umgesetzt.


[image]Ziele der Einführung in MG sind:

- Verbesserung der Pünktlichkeit der Busse
- Erhöhung der Zuverlässigkeit (Eingreifmöglichkeit bei Verkehrsstörungen)
- Verbesserung der Anschlusssicherung durch automatische Koordination
- Beschleunigung des Busverkehrssystems durch Beeinflussung der LSA
- Verbesserung der Fahrgastinformation.

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